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Steuerreform - mit Gegenfinanzierung |
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Eingestellt von Knut Rasche
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13.02.2010 |
FDP kontert Kritik der CDUWir brauchen eine Steuerreform - mit GegenfinanzierungDie
FDP im Kreis Warendorf weist die Kritik der CDU-Kreistagsfraktion an
der geplanten Steuerreform deutlich zurück. „Wer den Reformbedarf in
unserem Steuersystem nicht erkennt, der hat sich bereits weit von der
Lebenswirklichkeit der Menschen im Kreis Warendorf entfernt“,
kritisiert der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Romberg
(Drensteinfurt). Zudem seien die Aussagen der CDU-Kreistagsfraktion
auch inhaltlich falsch. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz entlaste die
Bürger „nur“ um 8,4 Milliarden Euro. Dazu gehöre vor allem die
Entlastung der Familien durch die Anhebung der Steuerfreibeträge für
Kinder und die Erhöhung des Kindergeldes. „Ein verheirateter
Krankenpfleger mit zwei Kindern hat jetzt pro Jahr Netto über 500 Euro
mehr in der Tasche. Aus Sicht der FDP ist das der richtige Weg“, betont
Romberg. Die von der CDU genannte Entlastung in Höhe von 26 Milliarden
Euro ist laut Koalitionsvertrag lediglich das gemeinsame Ziel von CDU
und FDP in dieser Legislatur, so Romberg. „Ein Ziel, an dem die FDP
festhalten wird“.Auch die Argumentation der CDU, jetzt könne es
erst recht keine Entlastung der Bürger mehr geben, das Geld brauche man
für höhere Hartz-IV-Sätze, ist aus Sicht der FDP im Kreis Warendorf
kurzsichtig und falsch. „Es scheint in Deutschland nur noch Bezieher
von Steuergeld zu geben, aber niemanden, der das alles erarbeitet.
Empfänger sind in aller Munde, doch die, die alles bezahlen, finden
kaum Beachtung. Gerade im Kreis Warendorf stellen Familien mit kleinen
und mittleren Einkommen die Mehrheit. Diese Mehrheit ist in den
vergangenen Jahren aber massiv geschrumpft“, so der
FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dr. Klaus Strautmann. „Wenn es uns
nicht gelingt, diese Menschen dauerhaft zu entlasten, steht die Zukunft
unserer Gesellschaft auf dem Spiel“. Die christlich-liberale Koalition
habe sich auf ein faires, einfacheres und niedrigeres Steuersystem
verständigt, damit die Mitte unserer Gesellschaft wieder in den
Mittelpunkt der Politik rückt. „Diesen Pakt mit der Mitte sollte auch
die CDU im Kreis Warendorf nicht aufkündigen“, fordert Strautmann. Nur
so könne es auch eine vernünftige Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze
geben. „Wer arbeitet muss mehr in der Tasche haben, als ein
Hartz-IV-Empfänger. Das ist für die FDP eine Frage der Gerechtigkeit“.Die
Finanzmisere der Kommunen mache aber auch den FDP-Politikern in den
Räten und im Kreistag Sorgen. Das Problem sei aber nicht neu und könne
nur über den Weg einer großen Steuer- und Finanzreform gelöst werden.
„Die Städte und Gemeinden im Kreis stehen seit Jahren mit dem Rücken
zur Wand. Das hat aber nichts mit den geplanten Entlastungen für die
Familien, sondern mit einem Systemfehler zu tun“, erklärt Strautmann.
Insbesondere die Gewerbesteuer erweise sich aufgrund ihrer
Konjunkturabhängigkeit in wirtschaftlich schlechten Zeiten als völlig
untaugliches Instrument der Gemeindefinanzierung. „Das ist seit Jahren
bekannt. Die FDP will die Städte und Gemeinden im Rahmen der Steuer-
und Finanzreform aus dieser Zwickmühle befreien und sie stattdessen mit
einem erhöhten Anteil an der Umsatzsteuer beteiligen, da diese
krisensicherer ist. Zudem nutze auch der Kreis Warendorf noch nicht
alle Einsparmöglichkeiten. So gebe es aktuell ein Überangebot an
35-Stunden Plätzen in den Kindergärten, das der Kreis nicht abbaue.
„Allein hier könnte der Kreis über eine Millionen Euro Steuergelder
sparen“.
Markus Diekhoff
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Letzte Aktualisierung ( 14.02.2010 )
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